Ganz
unverhofft und unerwartet sind Felix und ich ins Country-Tanzen
"reingerutscht".....
Unser tänzerisches Können haben wir über viele Jahre in
den Standard- sowie lateinamerikanischen Tänzen aufgebaut. Nachdem wir ein
gewisses Talent in den Standard-Tänzen aufwiesen, entschlossen wir uns, in
dieser Sparte Turniere zu bestreiten. Es war harte Arbeit und doch machte es
auch Spass, mit dem Partner die Freizeit zu verbringen. Wir tanzten also während
10 Jahren Standardturniere.
Im Jahre 1990 kauften wir uns ein Haus in Florida und der
Zufall wollte es, dass sich gleich um die Ecke eine Tanzschule befand. Ohne Zögern
steckten wir dort also unsere Nasen rein und – schwupps, kam der Stein ins
Rollen.
Butch und Belinda (Eigentümer des Dance Studios) waren
nicht nur Supertänzer in der Sparte "Ballroom", nein sie waren vor
allen Dingen Overall US Grand Champions im COUNTRY WESTERN Paartanz. Damals
hatten wir ja keine Ahnung wie so etwas aussieht. Butch und Belinda nahmen uns
dann im November mit ans "Sunshine State" Country Dance Festival in
Fort Lauderdale.
Wir staunten nicht schlecht, was wir während 3 Tagen alles
zu sehen bekamen...... Line Dance, Couple Dance, Cabaret, Shows jeglicher
Art..... Einfach fantastisch.
Ab jenem Zeitpunkt war für uns klar: das wollen wir
unbedingt auch lernen.
Mindestens zweimal jährlich verbrachten wir regelmässig
unsere Ferien in Florida und nahmen so viel als möglich Tanzstunden bei Butch
und Belinda. Es wurde alles auf Video festgehalten, damit wir zu Hause auch üben
konnten.
Es kam der Zeitpunkt wo wir dann in den USA die ersten
Country Turniere bestritten. Das machte grossen Spass: wir waren jeweils die
einzigen Europäer und man begrüsste uns auch immer gebührend. An diesen
Turnieren lernten wir nach und nach persönlich berühmte Tänzer/Choreographen/Sänger
kennen wie z.B. Barry Durand, Robert Royston & Laureen Baldovi, Sam
& Denise Miller, Vickie & Kevin Johnson, AT Kinson, Max Perry, Jo
Thompson, JG2, Scooter Lee, usw.....
Seit 1995 unterrichte ich Line Dance. Damals war Country
Line Dance in der Schweiz noch unbekannt. Ich "hüpfte" also von Ort
zu Ort und unterrichtete in den Migros Klubschulen Olten, Zofingen, Aarau,
Brugg sowie Wohlen. Gleichzeitig fuhr ich wöchentlich ins Fricktal, wo
wir im Rest. Riders Densbüren eine Tanzfläche fanden. Dort durften wir auch
zum ersten Mal vor grossem Publikum auftreten, wobei wir vor der Ansage mit
Schrecken feststellen mussten, dass wir ja gar keinen Namen besitzen.
Innert weniger Minuten entstand also unsere Gruppenbezeichnung "Jumping
Boots". Dies war einer meiner allerersten Tänze, die ich in den USA
gelernt hatte.
Seit Sommer 2004 bin ich Mieterin eines grossen Saales
(reine Tanzfläche ca 150 m2) in der ehemaligen Mühle in Staffelbach. Dort
finden meine Kurse statt und 1 x pro Monat organisiere ich eine
Tanzparty für meine Schüler (Gäste sind ebenfalls sehr willkommen). Wir
sind kein "Club", somit bestehen weder Statuten, noch finden
Versammlungen statt - wir haben einfach alle Spass am Tanzen.